2025 gab es so viele Firmeninsolvenzen und Großinsolvenzen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, Dominoeffekte frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.

Jetzt ist es amtlich: Bereits die Zahlen für die ersten drei Quartale 2025 sowie die Hochrechnung von Creditreform hatten vermuten lassen, dass die Insolvenzen im vergangenen Jahr stark gestiegen sind – jetzt belegen dies auch die Zahlen des Statistischen Bundesamts. 2025 registrierten die Amtsgerichte 24.064 beantragte Firmeninsolvenzen – so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Die Zahl entspricht einem Zuwachs von gut zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei der Dezember mit 14 Prozent sogar noch darüber lag. Auch die aktuellen Zahlen sehen nicht besser aus. Im Gegenteil. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) berichtet, dass im Februar diesen Jahres 1466 Unternehmen Insolvenz angemeldet haben – das sind 58 Prozent mehr als im Februar eines durchschnittlichen Vorkrisenjahrs (2016-2019).

Der Iran-Krieg mit den damit einhergehenden steigenden Energiepreisen könnte diese Dynamik noch befeuern.

Großinsolvenzen als Warnsignal für ganze Lieferketten

2025: Stabilität trotz Rezession – aber weiter keine Investitionsdynamik: Frankfurter SkylineBeunruhigend sind allerdings nicht nur die Gesamtzahlen. Auch der Blick auf die Großinsolvenzen gibt keinen Grund zur Entwarnung. Steigen sie an, ist das ein deutliches Warnsignal – denn jede Großinsolvenz birgt ein Risiko für eine Vielzahl an Lieferanten, die dadurch im schlechtesten Fall ebenfalls in ihrer Existenz bedroht werden. Allianz Trade spricht dabei von einem „Dominoeffekt auf die Lieferketten“.

Die Zahlen für 2025 stellt der Kreditversicherer in einem aktuellen Bericht dar:

  • Weltweit haben die Großinsolvenzen mit 475 Fällen einen neuen Negativrekord erreicht (+1 % von 469 Fällen 2024)
  • Deutschland verzeichnet ebenfalls einen neuen Höchststand mit 94 Fällen (+8 % von 87 Fällen 2024)

Im Jahr 2025 war insbesondere der Dienstleistungssektor stark betroffen und verzeichnete 14 Großinsolvenzen, darunter allein neun Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Darüber hinaus traf es auch die Automobilbranche mit zwölf Fällen sowie die Chemie- und Metallindustrie mit jeweils elf Insolvenzen erheblich. Auch das Baugewerbe (zehn Fälle) und der seit Jahren unter Druck stehende Einzelhandel (neun Fälle) zeigen deutlich, wie breit die wirtschaftlichen Herausforderungen inzwischen gestreut sind.

Kreditversicherung: Warum Unternehmen jetzt vorsorgen sollten

WarenkreditversicherungAngesichts dieser Entwicklung wird deutlich, wie wichtig es für Unternehmen ist, sich frühzeitig gegen Zahlungsausfälle abzusichern. Eine Kreditversicherung schützt nicht nur vor Forderungsausfällen, sondern stabilisiert auch die eigene Liquidität und schafft Planungssicherheit in unsicheren Zeiten. Gerade bei steigenden Insolvenzzahlen und zunehmenden Risiken entlang der Lieferketten kann sie entscheidend dazu beitragen, existenzbedrohende Verluste zu vermeiden.

Die GFL – Gesellschaften für Liquidität unterstützen Unternehmen dabei, passende Kreditversicherungslösungen zu finden und optimal in bestehende Finanzierungsstrukturen zu integrieren. Durch ihre Expertise und Marktkenntnis helfen sie, Risiken transparent zu machen, individuelle Absicherungskonzepte zu entwickeln und die finanzielle Stabilität nachhaltig zu stärken.

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