Durch die Corona-Krise sind Kreditversicherer zurückhaltend, wenn es darum geht, zusätzliche Limite zu zeichnen. Das Problem: Für viele Unternehmer reicht ihr Versicherungsschutz dann nicht mehr aus. Abhilfe können da Top-Up-Deckungen bieten.

In Zeiten von restriktiven Limit-Entscheidungen der Kreditversicherer ergibt sich für viele Versicherungsnehmer die unangenehme Lage, dass bestehende Limite des Versicherers den tatsächlichen Bedarf an Absicherung nicht decken. Als Folge dieser Deckungslücke müssen viele Versicherungsnehmer das restliche Risiko, das durch den Kreditversicherer nicht gedeckt wird, selbst tragen. In diesen Fällen kann eine besondere Form der Zusatzdeckung helfen: Ein Top-Up-Cover ergänzt die bestehende Kreditversicherung, falls diese nicht das komplette Risiko abdeckt.

Welche Varianten von Top-Up-Deckungen gibt es?

Bei einer Top-Up-Kreditversicherung existieren ganz unterschiedliche Möglichkeiten der Ausgestaltung. Generell lassen sich zwei Prinzipien unterscheiden:

  1. Die Top-Up-Deckung beim eigenen Versicherer

Einerseits bieten viele Kreditversicherer ein Top-Up zusätzlich zur bestehenden Kreditversicherungs-Police an. Hierbei kommen dann der Erstversicherungsvertrag sowie das Top-Up aus dem gleichen Hause. Bei dieser Variante gibt es unterschiedliche Ausgestaltungen: Teilweise kann das Top-Up als Modul in den Versicherungsvertrag integriert werden, teilweise wird dieses in einem zusätzlich zur Erstversicherung ausgestelltem Vertrag geregelt.

  1. Eine Zusatzversicherung bei einem anderen Versicherer

Nicht alle Kreditversicherer bieten die Möglichkeit einer Top-Up-Deckung an. Dies ist aber nicht weiter problematisch, da eine Top-Up-Police grundsätzlich auch durch einen zweiten, anderen Versicherer übernommen werden kann – dies gilt auch für Versicherer, die eigentlich eine hauseigene Top-Up-Lösung anbieten. So bietet der Top-Up-Markt viele Spielarten und Varianten, die durchaus die Möglichkeit bieten, auf jede Erstpolice einen fremden Versicherer aufzusetzen.

Was ist bei der Auswahl zu beachten?

Wichtig ist zu wissen, dass einige Versicherer das beim Erstversicherer bestehende Limit nur maximal verdoppeln, während andere Versicherer dieses sogar noch höher vervielfachen können. Limitablehnungen werden in der Regel nicht zusätzlich abgedeckt. Wichtig ist es zudem, dass die Top-Up-Police auf die Bedingungen der Erstpolice abgestimmt wird, um Obliegenheitsverletzungen innerhalb der Top-Up-Police zu vermeiden.

Als Versicherungsnehmer muss man sich zudem darauf einstellen, dass ein Top-Up-Cover in der Regel in Bezug auf das Pricing etwas teurer als die Erstpolice ist: Dies ist unter anderem damit begründet, dass der Top-Up-Versicherer in der Regel ein kleineres Kundenportfolio absichert und somit eine andere, weniger ausgeglichene Risikostreuung vorliegt.

Eine Top-Up-Kreditversicherung bietet also viele Möglichkeiten zusätzliche Deckungen zu erhalten – sehr gerne eruiert das GFL-Team mit Ihnen gemeinsam Ihre Deckungslücken und stellt eine Zusammenschau der in Frage kommenden Versicherer für Sie zur Verfügung. Sprechen Sie gerne mit uns!