Die GFL – Gesellschaften für Liquidität sind der Experte in Sachen Forderungsabsicherung und Working Capital. Eines der wichtigsten Instrumente dabei ist die Kreditversicherung. Doch immer wieder werden uns ganz grundsätzliche Fragen zu dieser Form der Forderungsabsicherung gestellt. In einem ausführlichen Q+A geben wir daher Antworten zu den wichtigsten Themen.

Was ist eine Kreditversicherung?

Mit einer Kreditversicherung lassen sich Forderungen absichern. Das heißt: Unternehmen können sich damit vor Zahlungsausfällen schützen. Die Versicherung bezieht sich ausschließlich auf Geschäfte im B2B-Bereich.

Ein Beispiel: Ihr Unternehmen liefert Waren oder erstellt Dienstleistungen für einen Kunden. Sie gewähren ein Zahlungsziel. Ihr Kunde muss also nicht sofort zahlen, sondern hat einige Tage oder sogar Monate Zeit. Das ist ein sogenannter Lieferantenkredit. Für Sie stellt das ein Risiko dar, denn schließlich kann es sein, dass Ihr Kunde zu spät oder gar nicht zahlt – und es Ihnen dadurch an der nötigen Liquidität mangelt. Betrifft das große Aufträge, dann kann es sein, dass Ihr Unternehmen – obwohl es eigentlich gesund ist – in Not gerät. Im schlimmsten Fall kann das sogar zur Insolvenz führen.

Weniger verheerend sind die Folgen, wenn Sie eine Warenkreditversicherung abgeschlossen haben. Dann springt der Versicherer ein und übernimmt einen großen Teil der offenen Forderung.

Was leistet der Kreditversicherer noch?

Kreditversicherer haben natürlich ein großes Interesse daran, dass eine Forderung erst gar nicht ausfällt. Sie fungieren daher als eine Art Frühwarnsystem. Das heißt, der Versicherer prüft kontinuierlich, wie es um die Bonität Ihrer Kunden bestellt ist: Laufen die Geschäfte gut? Wie geht es der gesamten Branche? Wie ist die Lage in dem Land, in dem Ihr Kunde sitzt?

Die großen Kreditversicherer checken all diese Faktoren mit Hilfe von weltweit vernetzten Experten ab. Mehren sich irgendwo die Risikofaktoren, schlägt der Anbieter Alarm. Die Kreditversicherung ist dadurch einzigartig: Sie profitieren nicht wie bei anderen Versicherungen erst dann, wenn der Schaden eingetreten ist, sondern schon im Vorfeld.

Was hat der Kreditversicherer davon? Was kostet eine Kreditversicherung?

Wie bei jeder Versicherung fallen auch bei der Warenkreditversicherung Prämien und Gebühren an. Bei der Versicherungsprämie gibt es verschiedene Modelle, die beiden gängigsten sind die Umsatz- und die Saldenprämie: Die Umsatzprämie fällt direkt auf den versicherten Umsatz an, während sich die Saldenprämie nur auf die versicherten offenen Forderungen bezieht. Wie viel Prozent bzw. Promille der Kreditversicherer erhebt, ist nicht für jedes Unternehmen gleich. Sie berechnet sich je nach Risiko – also zum Beispiel nach der Branche Ihrer Firma und der Ihrer Kunden, nach dem Exportanteil oder Ihrem durchschnittlichen Zahlungseingang.

Warum nennt sich das Kreditversicherung?

Forderungen mit Zahlungsziel sind eigentlich nichts anderes als Lieferantenkredite. Genau diese werden durch die Kreditversicherung abgedeckt. Wichtig: Damit ist nicht die Absicherung von Finanzierungen oder Bankkrediten gemeint. Das gibt es zwar auch, diese nennt sich aber Restschuldversicherung. Um eine Abgrenzung noch deutlicher zu machen, wird die Kreditversicherung oft auch als Warenkreditversicherung oder als Forderungsausfallversicherung bezeichnet.

Welche Formen der Kreditversicherung gibt es?

  • Die klassische Warenkreditversicherung: Sie deckt Forderungen aus Warenlieferungen oder von erbrachten Dienstleistungen ab. Auch bei der Warenkreditversicherung gibt es zahlreiche Unterformen. Zu den gängigsten gehören die Top Up Deckung, mit der Deckungslücken geschlossen werden können, die Multi Buyer Versicherung, mit der Sie nur ausgewählte Kunden absichern können oder die Single Buyer Versicherung, mit der sich ein einzelner, wichtiger Kunde absichern lässt.
  • Die Investitionsgüterkreditversicherung: Mit ihr kann man bereits die Produktionsrisiken absichern. Das ist vor allem bei Waren interessant, die eine lange Fertigungszeit haben, wie Anlagen oder Maschinen. Geht Ihr Kunde insolvent, noch bevor Sie die Ware ausgeliefert haben, greift die Investitionsgüterkreditversicherung trotzdem. Mit ihr werden meist auch sehr lange Zahlungsziele abgedeckt.
  • Die Exportkreditgarantie oder Hermesdeckung (Mehr dazu unter der Frage: Kann ich auch Kunden im Ausland versichern?)

Kann ich auch Kunden im Ausland versichern?

Grundsätzlich versichern die privaten Kreditversicherer auch Ihre Kunden im Ausland. Für viele Versicherungsnehmer ist das besonders attraktiv, schließlich ist das Inkasso über Ländergrenzen hinweg oftmals schwierig und langwierig. Es gibt aber Länder und Märkte – vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer –, die den privaten Versicherern zu risikoreich sind. Dann greifen in Deutschland die staatlichen Exportkreditgarantien (sogenannte Hermesdeckungen): Um die Exportaktivitäten insbesondere des Mittelstands zu unterstützen, sichert der Kreditversicherer Euler Hermes im Auftrag des Bunds Exporte in solche Länder ab.

Wird die Kreditversicherung 2021 durch die Corona-Krise noch wichtiger?

Experten rechnen damit, dass die weltweite Anzahl an Firmeninsolvenzen sogar noch größer ausfallen wird als in der letzten Krise in den Jahren 2008 und 2009. Besonders in Großbritannien, der Türkei, den USA und den Niederlanden rechnet z.B. der Kreditversicherer Atradius mit deutlich ansteigenden Firmenpleiten. Das wird sich natürlich auch auf die Häufigkeit der Zahlungsausfälle auswirken.

In Deutschland ist das Bild aktuell noch im Rahmen: Im August 2020 lagen die Firmenpleiten sogar um rund 35 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Dieses Bild bestätigte sich auch im letzten Quartal 2020. Aber: Grund hierfür war die Aussetzung der Antragspflicht zu klassischen Insolvenztatbeständen. Es ist zu befürchten, dass hierdurch die viel zitierten „Zombieunternehmen“ entstanden sind, denen nun in 2021 doch die Insolvenz droht.

Auch wenn die Regierung die Antragspflicht bis Ende April ausgesetzt hat, so kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem die Unternehmen sich wieder den normalen Regularien unterwerfen müssen und dann ist ein starker Anstieg zu befürchten. Eine Prognose zu den Insolvenzen in diesem Jahr ist also fast unmöglich, denn die Bedingungen können sich heute immer noch schnell ändern.

Das heißt: Viele Unternehmer müssen damit rechnen, dass ein Teil ihrer Kunden insolvent wird und seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. Der einfachste Weg für Unternehmen, sich davor zu schützen, ist eine Warenkreditversicherung.

Kann eine Kreditversicherung vor der eigenen Insolvenz schützen?

Die Kreditversicherung ist aktuell einer der wichtigsten Bausteine in einer Absicherungsstrategie Ihres Unternehmens, denn Zahlungsausfälle wirken sich direkt in der Bilanz aus und verringern Ihr Ergebnis. Hat Ihr Unternehmen schwerwiegende Probleme, kann Sie natürlich keine Versicherung der Welt vor der Pleite bewahren. Aber oft geraten Unternehmen, die eigentlich vollkommen intakt sind, in Liquiditätsnöte, weil wichtige Kunden ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können. Das kann dann tatsächlich zur Folgeinsolvenz führen. Davor schützt Sie eine Kreditversicherung.

Auch, wenn es nicht so weit kommen muss: Vorbeugung ist ein wesentlicher Teil der Risikovermeidung und gerade in der heutigen Zeit empfehlen wir Unternehmen dies zu tun, um gewappnet durch die Krise zu kommen.

Wie profitieren Unternehmen 2021, die schon länger eine Kreditversicherung haben?

Kunden, die in den Jahren mit geringeren Schadenquoten eine Kreditversicherung abgeschlossen hatten, können genau jetzt profitieren: Bei schwierigen Limiten werden Kumule heute nicht unendlich ausgeweitet. Die Versicherer wägen in ihrer Kreditprüfung genau ab, wieviel zusätzliches Risiko sie bei einzelnen Engagements noch eingehen wollen. „Das brennende Haus gegen Feuer versichern“ klappt halt nicht.

Doch gerade in der Krise ist es wichtig, eine Warenkreditversicherung zu haben. Schließlich können sich die Bonitätsbewertungen Ihrer Kunden heute so schnell verändern, dass ein vermeintlich guter Kunde morgen nicht mehr pünktlich zahlt und zum eigenen Risiko wird.

Die Aussage vieler Unternehmer „Ich kenne meine Kunden – da passiert schon nichts“ ist in der heutigen Zeit mit Vorsicht zu genießen: Durch die Corona-Pandemie gibt es viele zusätzliche Unwägbarkeiten, die sich auf die Lage in einem Unternehmen auswirken können.

Ist es trotzdem möglich, in der Corona-Krise 2021 noch eine Kreditversicherung abzuschließen?

Generell, ja. Die Versicherer sind gefordert, auch in der jetzigen Zeit den Interessenten Deckungen da anzubieten, wo es vertretbar ist, und somit den Risikotransfer zu gewährleisten. Einige Kreditversicherer haben auch schon deutlich gemacht, dass sie trotz Krise noch Neukunden annehmen. Dass nicht jeder Unternehmer aktuell eine solche Versicherung abschließen kann und dass die Konditionen dafür gerade auch nicht die allerbesten sind, ist leider die andere Seite der Medaille. Richtig ist aber: Jedes Unternehmen, dass noch keine Absicherung hat, sollte sich jetzt zwingend damit beschäftigen.

Ich habe bereits eine Kreditversicherung – muss ich jetzt trotzdem etwas beachten?

Unternehmen mit einer Kreditversicherung haben aktuell einen wichtigen Schutz. Trotzdem raten wir dazu, die Verträge jetzt noch einmal zu prüfen. So ist es etwa wesentlich, dass der Versicherungsschutz auch in der nötigen Höhe gegeben ist. Eventuell kann eine Top Up Deckung helfen, Versicherungslücken zu schließen, damit Sie nicht plötzlich auf eigenes Risiko liefern.

Auch das „Kleingedruckte“ muss zwingend beachtet werden, damit es im Schadenfall keine bösen Überraschungen gibt: Welche Geschäfte werden versichert? Ab wann und wie lange gilt der Versicherungsschutz? Worauf muss in speziellen Fällen geachtet werden?

Sollte es zum Schadenfall kommen, ist es wichtig, die nötigen Schritte einzuhalten, damit der Kreditversicherer Ihren Anspruch auch anerkennt: Sie müssen gewisse Fristen einhalten, das Inkasso zu einem bestimmten Zeitpunkt einleiten und alles richtig melden. Dabei kann es helfen, einen Partner wie die GFL – Gesellschaften für Liquidität an der Seite zu haben, der sie bei diesen Schritten unterstützt.

Auf was muss ich beim Abschluss einer Kreditversicherung achten?

Bei der finalen Ausgestaltung eines Vertrages sollten immer auch die individuellen Bedürfnisse Ihres Unternehmens berücksichtigt werden. Je nach Branche, Unternehmensgröße, Struktur, Abnehmern oder Ihrer aktuellen Unternehmenssituation ist es wichtig, die Absicherung passgenau zu gestalten. Schließlich sollen weder Versicherungslücken entstehen, noch soll es zu einer Überversicherung kommen – was in unnötig hohen Gebühren resultiert. Hierzu helfen Ihnen die Experten der GFL – Gesellschaften für Liquidität gerne, die Klauseln zu integrieren, die notwendig sind.

Warum ist es sinnvoll, einen Makler wie GFL zu beauftragen?

Wir helfen Ihnen nicht nur, den Vertrag individuell auf Ihr Unternehmen abzustimmen. Im Vorfeld suchen wir für Sie auch den passenden Versicherer und das passende Angebot – so dass Sie die besten Konditionen bekommen.

Unser besonderes Angebot beginnt eigentlich erst danach, denn wir sind kein Makler, den Sie nach Vertragsabschluss nie wiedersehen. Wir begleiten Sie dauerhaft und sind Ihr konstanter Ansprechpartner in allen Fragen rund um Ihre Kreditversicherung. Das hat auch etwas mit der Besonderheit der Kreditversicherung per se zu tun: Die Warenkreditversicherung ist kein statisches Produkt, sondern kann sich jederzeit von Seiten Ihres Versicherers aus ändern (mehr dazu unter der Frage: Warum können die Versicherer einfach Limite streichen oder kürzen?) und sollte auch von Ihrer Seite aus regelmäßig überprüft und angepasst werden. Damit Sie trotzdem stets gut abgesichert sind, bleiben wir an Ihrer Seite. Und sollte es dann einmal zu einem Schaden kommen, unterstützen wir Sie als Fachmakler natürlich ebenfalls in der Begleitung.

GFL verbindet zwei Themenfelder: Kreditversicherung und Working Capital. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Wir finden, dass beides Hand in Hand gehen sollte. Finanzielle Sicherheit umfasst für uns sowohl das Beschaffen zusätzliches Liquidität als auch das Absichern des Geschäftsrisikos. Klassisch kommt unser familiengeführtes Unternehmen aus dem Bereich der Kreditversicherung. Doch im Laufe der Jahre haben wir gemerkt, dass unsere Kunden viel mehr profitieren, wenn wir Lösungen finden, bei denen die einzelnen Finanzierungs- und Versicherungsbausteine perfekt ineinandergreifen und sich ergänzen.

Ein Beispiel: Sie nutzen in Ihrem Unternehmen bereits Factoring. Doch handelt es sich hierbei um echtes oder unechtes Factoring? Heißt: Übernimmt Ihr Factor Ihr Forderungsausfallrisiko oder nicht? Wenn Sie nun eine Kreditversicherung abschließen wollen, ist es wichtig, das zu beachten. Möglicherweise kann es dann auch sinnvoll sein, nicht die Kreditversicherung Ihrem Factoringmodell anzupassen, sondern andersherum.

Welche Finanzierungs- und Absicherungslösung zu Ihrem Unternehmen passt, lässt sich nicht pauschal sagen, sondern ist eine ganz individuelle Entscheidung, und sollte Teil einer gesamtheitlichen Working-Capital-Strategie sein.

Was ist ein Limit?

Ein Limit bezeichnet die Höhe der Deckungszusage, also: In welcher Höhe übernimmt der Kreditversicherer Schäden aus unbezahlten Forderungen? Wenn ein Unternehmen eine Kreditversicherung abschließen will, dann erstellt der Versicherer zunächst ein Rating, in das zahlreiche Unternehmensdaten einfließen. Daraus errechnet sich die Grundbonität, die wiederum die maximale Zeichnungshöhe bestimmt.

Die Limite die der Versicherer vergibt, sind dabei nicht immer gleich, sondern ändern sich, wenn zum Beispiel neue Zahlen vorgelegt werden. Anders als bei einer Auskunftei sind die Limite, die ein Versicherer vergibt, nicht nur ein Anhaltspunkt, sondern stellen eine verbindliche Zusage dar.

Was ist ein Kumul?

Das Kumul ist so etwas wie die allgemeine Risikoeinschätzung der Kreditversicherer. Bei der Entscheidung, in welcher Höhe der Kreditversicherer Schäden für ein einzelnes Unternehmen übernimmt, spielt natürlich die Bonität der Firma selbst eine Rolle. Aber nicht nur: Auch die allgemeine wirtschaftliche Lage, das Länderrisiko, das Branchenrisiko usw. fließen in diese Entscheidung mit ein. Das Kumul ist also so etwas wie der Gesamtrahmen, den der Versicherer für Anfragen auf dieses Unternehmen bereitstellt.

So kann es sein, dass Kreditversicherer Limite streichen oder kürzen – nicht, weil es dem Unternehmen selbst gerade schlecht geht, sondern weil etwa die Branche allgemein Probleme hat. Gerade in der aktuellen Corona-Krise kürzen einige Kreditversicherte die Limite für ihre Kunden – nicht unbedingt, weil die Unternehmen selbst unter der Krise leiden, sondern weil sich die gesamte wirtschaftliche Situation verschlechtert hat. Für den Versicherungsnehmer ist das oft nicht nachvollziehbar: Warum werden seine Limite gekürzt, obwohl es seinem Unternehmen so gut geht wie eh und je?

Warum können die Versicherer einfach Limite streichen oder kürzen?

Das ist eine Besonderheit der Kreditversicherung und hängt mit den beiden Funktionen zusammen, die Kreditversicherer übernehmen. Sie übernehmen nicht nur Schäden, sondern versuchen als eine Art Frühwarnsystem diese erst einmal zu vermeiden. Daher gehört es zum Tagesgeschäft der Anbieter, täglich tausende von Limiten zu überprüfen.

Das hat nicht nur Nachteile für den Versicherungsnehmer: Er merkt so auch, dass das Geschäftsrisiko gestiegen ist und kann darauf reagieren. Andererseits fühlen sich aber auch viele Kunden ungerecht behandelt – sie haben in guten Zeiten ihre Prämien bezahlt und werden dafür in schlechten Zeiten von ihrem Versicherer hängen gelassen.

Wer sich mit diesem Modell nicht abfinden will, kann auf alternative Absicherungen zurückgreifen. So gibt es mittlerweile etwa Spezialanbieter, die Warenkreditversicherungen mit unkündbaren Limiten anbieten. Das lassen sich die Anbieter natürlich auch entlohnen. Daher ist es wichtig, gut zu prüfen, ob sich solche Angebote für das eigene Unternehmen lohnen.

Warum ist die Finanzkommunikation zum Versicherer so wichtig?

Aus genau dem oben erwähnten Grund: Damit nicht zu Unrecht Limite gekürzt, gestrichen oder gar nicht erst gewährt werden. Nur wenn der Kreditversicherer alle relevanten Daten und Zahlen zu Ihrem Unternehmen hat, kann er auch ein solides Ranking erstellen.

Wichtig wird das vor allem dann, wenn Sie selbst als Lieferant tätig werden möchten. Hat der Kreditversicherer Ihres (potentiellen) Kunden ein schlechtes Bild von Ihnen, wird er sie nicht oder nur zu schlechten Konditionen versichern. Für Ihren Geschäftspartner könnte eine Zusammenarbeit mit Ihnen dadurch weniger interessant werden.

Daher ist die Finanzkommunikation zu den Versicherern auch wichtig, wenn Sie selbst gar keine Kreditversicherung haben. Und wenn Sie eine haben, reicht die Kommunikation nur mit Ihrem eigenen Versicherer nicht aus – Ihr Kunde könnte ja einen ganz anderen haben. Das Problem: Für die meisten Unternehmer ist eine zielgerichtete Finanzkommunikation gar nicht zu stemmen. Oder wissen Sie, an wen Sie sich bei den Versicherungen wenden müssen und was für Informationen wichtig sind? Das ist daher ein wichtiger Punkt, bei denen die GFL – Gesellschaften für Liquidität ihren Kunden zur Seite stehen.

Kann ich auch Waren absichern, die gerade noch gefertigt werden?

Das ist möglich bei der sogenannten Investitionsgüterkreditversicherung (IKV), die vor allem bei großen Aufträgen – zum Beispiel bei der Produktion von Anlagen und Maschinen – zum Tragen kommt. Neben den Forderungen sichert die Investitionsgüterkreditversicherung auch das Fabrikationsrisiko ab. Sollte Ihr Kunde also während der Fertigung insolvent werden, sind Ihre Kosten trotzdem gedeckt. Die IKV ist auch deshalb gerade für Maschinen- und Anlagebauer so interessant, da es sich hier oftmals um einmalige Geschäfte handelt – der Unternehmer hat daher noch keinerlei Zahlungserfahrungen mit dem Kunden. Mit einer Investitionsgüterkreditversicherung sichern Sie nicht nur Ihr Ausfallrisiko ab, sondern Sie bekommen auch eine Bonitätseinschätzung.

Noch einmal zusammengefasst: Welche Vorteile hat eine Kreditversicherung?

  • Frühwarnsystem: Sie erfahren sofort, wenn sich einer Ihrer Kunden in Schwierigkeiten befindet und können frühzeitig darauf reagieren.
  • Attraktiver Geschäftspartner: Sie können ohne Risiko Zahlungsziele gewähren und haben so einen Wettbewerbsvorteil.
  • Schutz: Sie brauchen nicht mehr zu bangen, ob Ihre Kunden ihre Rechnungen bezahlen – Sie haben nun ein professionelles Forderungsmanagement.
  • Inkasso: Sie brauchen sich nicht mit dem Einfordern unbezahlter Forderungen herumschlagen, sondern können sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren.
  • Auslandsmärkte: Sie scheuen schwierige Märkte, weil Sie die Zahlungsmoral der dortigen Unternehmen nicht einschätzen können? Die Kreditversicherung nimmt Ihnen diese Sorge ab.
  • Finanzierungen: Banken und Finanzgeber wissen, dass Ihr Cashflow gesichert ist. Das macht Sie als Kreditnehmer deutlich attraktiver.

Lohnt sich eine Kreditversicherung auch für den Mittelstand bzw. KMU?

Kleine Unternehmen kann die Insolvenz eines wichtigen Kunden ebenso oder sogar noch härter treffen als große Konzerne. Gerade für den Mittelstand sind Kreditversicherungen daher eigentlich unumgänglich. Viele Versicherer bieten für KMU einfache Modelle an: Der Unternehmer muss nur wenige Daten angeben, Prämien und Gebühren lassen sich oftmals online berechnen. Das funktioniert, aber eine ideale Lösung, die individuell auf das Unternehmen angepasst ist, kann man so nicht erstellen. Und das ist gerade für kleine Firmen umso wichtiger, wo es wesentlich ist, die besten Konditionen zu erlangen.