Immer mehr europäische Unternehmen richten ihre Investitionen nach Nachhaltigkeitszielen aus. Knackpunkt ist jedoch die Finanzierung: Statt auf externe Mittel – etwa durch Leasing oder Mietkauf – setzt vor allem der Mittelstand auf Eigenkapital, was die Liquidität und die Bilanz belastet.

Investitionen in Nachhaltigkeit werden immer wichtiger. Europäische Unternehmen richten 23 Prozent ihrer Investitionen an ihren Transformationsplänen aus. Das ist deutlich mehr, als der globale Durchschnitt mit 11 Prozent oder US-Unternehmen, bei denen nur 5 Prozent auf grüne Maßnahmen entfallen.

Spitzenreiter in Europa ist dabei Frankreich mit 32 Prozent, Deutschlands Unternehmen liegen mit 18 Prozent auf dem zweiten Rang.

Auch im Mittelstand nehmen „grüne“ Investitionen zu

LiquiditätEine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigt, dass auch der Mittelstand kräftig in das Thema „Nachhaltigkeit“ investiert. Demnach haben zwei Drittel der befragten Mittelständler in den vergangenen zwei Jahren in grüne Maßnahmen investiert – 2023 waren es gerade einmal 58 Prozent.

Die Investitionsfreude lohnt sich: Laut eines Berichts der Umweltplattform CDP profitieren europäische Unternehmen stark von klimafreundlichen Maßnahmen: Mehr als 11 Milliarden Euro konnten sie im vergangenen Jahr durch Maßnahmen einsparen, die ihre Emissionen verringern.

Knackpunkt ist allerdings die Finanzierung: Laut des Berichts flossen 2024 1,7 Billionen Euro in klimafreundliche Investitionen – um auf Netto-Null-Kurs zu bleiben, wären allerdings 4,9 Billionen nötig.

Alternative Finanzierungen zu unbekannt

Die DIHK-Umfrage zeigt, dass der Mittelstand vor allem Eigenmittel nutzt, um seine Investitionen zu finanzieren. Während 2023 noch 35 Prozent auf externe Mittel zurückgegriffen haben, waren es bei der aktuellen Befragung nur rund 25 Prozent. Auch spielen alternative Finanzierungen dabei kaum eine Rolle: Bankkredite (47 Prozent) und Fördermittel (38 Prozent) stellen die wichtigsten externen Finanzierungsquellen dar. Leasing hat einen Anteil von 10 Prozent.

GFL-Experte Fabian Sarafin weiß aus seinen Gesprächen mit dem Mittelstand, dass Leasing und Mietkauf oft noch nicht im Fokus bei kleineren Unternehmen sind. Dabei sind diese objektbasierten Finanzierungen sehr gut geeignet, um etwa Solaranlagen oder die Umrüstung von Produktionsanlagen zu finanzieren. „Wir haben in den vergangenen Jahren einige Nachhaltigkeitsprojekte begleitet, die über alternative Finanzierungen dargestellt wurden und sehr gute Erfahrungen damit gemacht“, berichtet Sarafin. Der große Vorteil beim Leasing: Es schont die Liquidität und die Bilanzstruktur.

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