Zahlungsmoral 2025: Liquiditätsrisiken nehmen weiter zu
Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen hat sich 2025 weiter verschlechtert. Laut der jährlichen Umfrage des Kreditversicherers Coface sind 81 Prozent von Zahlungsverzögerungen betroffen – ein Anstieg zum vierten Mal in Folge. 2021 lag der Anteil noch bei 59 Prozent. Besonders kritisch sind Rechnungen, die länger als sechs Monate überfällig sind, denn sie gefährden unmittelbar die Liquidität betroffener Unternehmen.
Transport & Bau im Krisenmodus
Die Transportbranche ist 2025 mit Abstand am stärksten betroffen: 90 Prozent der Unternehmen berichten über Zahlungsverzüge – ein dramatischer Anstieg von 22 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Grund hierfür ist die anhaltende Schwäche des verarbeitenden Gewerbes sowie rückläufige Handelsdaten.
Im Gegensatz dazu zeigt sich die Automobilbranche erholt. Hier ist der Anteil verspäteter Zahlungen deutlich gesunken – von 88 % im Jahr 2024 auf 76 % in 2025. Coface führt dies auf Marktbereinigungen zurück.
Das Baugewerbe weist gleich mehrere Negativrekorde auf: hohe Zahlungsverzüge, lange Verzugsdauern und eine strukturell schlechte Zahlungsmoral. Ein Viertel der Unternehmen (24 %) ist 2025 mit langfristig offenen Forderungen konfrontiert, die über 2 Prozent des Jahresumsatzes ausmachen – keine Besserung gegenüber dem Vorjahr.
Lange Zahlungsfristen – hohe Risiken

Die durchschnittliche Dauer von Zahlungsverzögerungen liegt mittlerweile bei fast 32 Tagen. In der Baubranche sind es sogar 40 Tage, während die Metallbranche mit 25 Tagen vergleichsweise moderat abschneidet. Besonders problematisch sind Forderungen mit einer Überfälligkeit von mehr als sechs Monaten: Etwa jedes zehnte Unternehmen berichtet, dass diese mehr als 2 Prozent ihres Jahresumsatzes ausmachen.
Coface warnt: 80 % dieser Rechnungen werden nie beglichen – ein erhebliches Risiko für die finanzielle Stabilität!
Trotz verschärfter Bedingungen gewähren 84 Prozent der deutschen Unternehmen ihren Kunden weiterhin Zahlungsziele, meist mit einer Frist von etwa 32 Tagen. Exportorientierte Branchen wie der Maschinenbau zeigen sich dabei besonders großzügig, während etwa das Baugewerbe nur 23 Tage einräumt. Im internationalen Vergleich agieren deutsche Firmen dennoch relativ konservativ – in China beispielsweise liegen die Fristen bei durchschnittlich 76 Tagen.
Wie die GFL – Gesellschaften für Liquidität gezielt entlasten können

In einem wirtschaftlichen Umfeld, das zunehmend von Liquiditätsengpässen und Forderungsausfällen geprägt ist, sind maßgeschneiderte Finanzierungslösungen gefragter denn je. Die GFL – Gesellschaften für Liquidität bieten Unternehmen aus verschiedensten Branchen flexible und praxistaugliche Ansätze:
- Forderungsfinanzierung / Factoring: Unternehmen verkaufen ihre offenen Forderungen an einen Finanzierungspartner und erhalten sofortige Liquidität – ohne lange auf Zahlungen zu warten. Wir helfen Ihnen, die passende Working-Capital-Strategie für Ihr Unternehmen zu finden.
- Absicherung gegen Forderungsausfall: Durch Kreditversicherungen bzw. gezielte Top-up-Versicherungen lassen sich Ausfälle abfedern.
- Frühwarnsysteme & Bonitätsprüfung: Dank gezielter Wirtschaftsauskünfte lassen sich zahlungsschwache Kunden frühzeitig erkennen und gezielt steuern. Wir helfen Ihnen herauszufinden, welche Informationen Sie tatsächlich benötigen und vermitteln Ihnen bedarfsgerecht den richtigen Partner.
- Branchenindividuelle Finanzierungslösungen: Wir analysieren für Sie branchenspezifische Risiken – wie z. B. im Bau oder Transport – und entwickeln darauf abgestimmte Finanzierungskonzepte.
Fazit: Unternehmen, die sich mit professioneller Unterstützung auf unzuverlässige Zahler vorbereiten, sichern sich nicht nur Liquidität, sondern auch Wettbewerbsfähigkeit – selbst in einem angespannten Marktumfeld. Wie wir Sie konkret unterstützen können, erfahren Sie auf unsere Seite Liquide starten. Liquide wachsen.

