Die Welt startet ins Jahr 2026 mit einem ohnehin hohen Krisenniveau. Der Global Risk Atlas 2026 von Credendo macht deutlich, dass zudem zwei weitere, systemische Risiken an Brisanz gewinnen könnten: maritime Risiken und Währungsrisiken.

Eine geopolitisch weiter fragmentierte Welt

Die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus, der anhaltende Krieg in der Ukraine, die fragile Lage im Nahen Osten sowie wachsende Spannungen zwischen den USA und China prägen das geopolitische Umfeld 2026. Multilaterale Strukturen verlieren an Einfluss, während protektionistische Maßnahmen und wirtschaftspolitische Machtinstrumente zunehmen.

Europa befindet sich dabei in einer besonders schwierigen Position: wirtschaftlich eng verflochten mit beiden Machtblöcken, politisch jedoch zunehmend unter Druck, eigene strategische Antworten zu entwickeln.

Neues Risiko 1: Maritime Unsicherheit als Bedrohung für den Welthandel

Der Global Risk Atlas von Credendo macht deutlich, dass sich der Fokus globaler Risiken zunehmend auf die Seewege verlagert. Angriffe im Roten Meer, Spannungen rund um den Suezkanal, klimabedingte Einschränkungen im Panamakanal sowie mögliche Eskalationen an Engpässen wie der Straße von Hormus oder der Straße von Malakka zeigen die Verwundbarkeit des globalen Handels.

Für Unternehmen bedeutet das:

  • steigende Transport- und Versicherungskosten
  • längere Lieferzeiten und höhere Lagerbestände
  • zunehmende Planungsunsicherheit entlang der gesamten Lieferkette

Maritime Risiken sind damit nicht mehr nur ein logistisches Thema, sondern ein zentraler wirtschaftlicher Risikofaktor.

Neues Risiko 2: Währungskonflikte und strukturelle Dollar-Schwäche

DollarnotenParallel dazu verschärfen sich die Währungsrisiken. Zwar bleibt der US-Dollar auch 2026 die wichtigste Handels- und Reservewährung, doch seine strukturellen Schwächen treten immer deutlicher zutage. Hohe Staatsverschuldung, politische Einflussnahme auf die Notenbank sowie der Einsatz von Zöllen als geopolitisches Druckmittel untergraben langfristig das Vertrauen.

Gleichzeitig gewinnen Stablecoins an Bedeutung, während der chinesische Renminbi insbesondere im internationalen Handel spürbar aufholt. Für Exporteure bedeutet diese Entwicklung:

  • stärkere Wechselkursschwankungen
  • steigende Absicherungskosten
  • erhöhte Risiken bei internationalen Zahlungsströmen

Innovation als strategische Antwort auf steigende Risiken

Trotz der düsteren Risikolage betont der Global Risk Atlas die Rolle von Innovation als Stabilitätsfaktor. Künstliche Intelligenz, neue Energietechnologien, moderne Agrarverfahren und industrielle Effizienzgewinne eröffnen Chancen für mehr Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Unternehmen, die frühzeitig investieren und ihre Geschäftsmodelle anpassen, können sich in einem instabilen Umfeld besser behaupten.

Warum die Kreditversicherung 2026 wichtiger wird

Kein Geld für InnovationenDie zunehmende Häufung geopolitischer, maritimer und währungsbedingter Risiken hat eine gemeinsame Konsequenz: Zahlungsausfälle nehmen zu. Lieferkettenunterbrechungen, Währungsschwankungen, staatliche Eingriffe oder wirtschaftliche Schocks führen immer häufiger dazu, dass Kunden Rechnungen verspätet oder gar nicht begleichen.

Eine Kreditversicherung gewinnt in diesem Umfeld stark an Bedeutung, weil sie:

  • vor Zahlungsausfällen bei internationalen und inländischen Kunden schützt
  • Liquidität sichert und Cashflow-Risiken reduziert
  • Unternehmen ermöglicht, auch in unsicheren Märkten weiter zu wachsen
  • fundierte Informationen zur Bonität von Geschäftspartnern liefert

Gerade in Zeiten steigender Insolvenzen und politischer Unsicherheit wird sie zu einem strategischen Instrument des Risikomanagements. Sie schafft Planungssicherheit dort, wo klassische Sicherheiten nicht mehr ausreichen, und unterstützt Unternehmen dabei, Chancen zu nutzen, ohne existenzielle Risiken einzugehen.

Schutz vor Zahlungsausfällen