Neue Blockchain für Handelsfinanzierungen geplant
Besserer Zugang zu Handelsfinanzierungen dank Blockchain-Technologie: Dieses Ziel haben sich sieben europäische Großbanken gesetzt. Sie wollen im Dezember eine gemeinsame Plattform starten. Danach sollen sukzessiv weitere Banken an Bord geholt werden.
Vier Banken pro Quartal wolle man anbinden, sagte Roberto Mancone von der Deutschen Bank gegenüber dem Fachmagazin „Der Treasurer“. Von 15 Geldinstituten lägen bereits konkrete Anfragen vor.
Neben der Deutschen Bank sind HSBC, Société Générale, Unicredit, KBC, Natixis und Rabobank an dem Projekt beteiligt. Sie wenden sich damit vor allem an Mittelständler, die bislang keinen Zugang zu Trade-Finance-Instrumenten haben. „Es wird interessant zu sehen, wie der Mittelstand diese Plattform annimmt und nutzt“, sagt GFL-Geschäftsstellenleiter Fabian Sarafin, der einen weiteren großen Vorteil in der Blockchain sieht: „Für das papierintensive Handelsgeschäft ist diese Technologie sicherlich ein großer Gewinn an Effizienz.“
Über die Blockchain soll die physische Lieferkette mit Working Capital Produkten verknüpft werden. Das heißt: Über die Plattform soll nicht nur eine direkte Verbindung zwischen Importeur und Exporteur geschafft werden, auch Akkreditive, Kreditversicherungen und andere Finanzierungsinstrumente wie die Einkaufsfinanzierung sollen darüber vertrieben werden. Bisher sei es für Banken zu teuer solche Handelsfinanzierungen für kleine Unternehmen anzubieten. Die Blockchain soll das nun ändern.
Mehr zur Blockchain berichtet „Der Treasurer“ in seiner aktuellen Ausgabe.
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