Deutschlands Rating bleibt spitze
Die Wirtschaft schwächelt, immer mehr Nachrichten von Stellenabbau und Insolvenzen sind zu hören. Doch die Ratingagenturen halten an ihren Top-Bewertungen für Deutschland fest. Die Bundesrepublik kann damit weiterhin Schulden zu den besten Konditionen aufnehmen.
Nach der Agentur Fitch bestätigt nun auch der Konkurrent S&P seine Spitzenratings für Deutschland. S&P bestätigte am Freitag die Bewertungen von „AAA/A-1+“ und behielt den Ausblick auf „stabil“ bei, was darauf hindeutet, dass keine kurzfristige Verschlechterung erwartet wird.
Denn obwohl führende Wirtschaftsinstitute Deutschland für 2024 nur noch ein Wachstum von 0,1 Prozent prognostizieren, geht S&P davon aus, dass sich die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland in der zweiten Jahreshälfte erholen wird. Auch die Haushaltsdefizite werden sich nach Einschätzung der Agentur in den kommenden Jahren verringern.
Die guten Bewertungen der Agenturen spiegeln zudem die breite Diversifizierung der deutschen Wirtschaft, einen robusten Bankensektor und solide Finanzen wider. GFL-Geschäftsführer Marcus Sarafin sieht in den Bewertungen ein „starkes Signal für das Land, da somit die Zinslast im internationalen Vergleich weiterhin sehr niedrig bleibt, was somit Wettbewerbsvorteile bringen sollte.“