Die Insolvenzen in Österreich sind auf historischem Tiefstand. Laut der aktuellen Insolvenzstatistik des Schweizer Verbands Creditreform sind die Unternehmensinsolvenzen in diesem Jahr um 6,2 Prozent auf 3.924 gesunken.

Stark gestiegen sind hingegen die Abweisungen mangels Masse, bei nicht eingetragenen Einzelfirmen. Sie könnten darauf hinweisen, dass sich viele Erwerbslose aufgrund mangelnder Alternativen mit einem Geschäftsmodell selbstständig machen, das nicht solide ist. So gilt eine gescheiterte Selbstständigkeit neben Arbeitslosigkeit und falschem Umgang mit Geld als Hauptursache für Konkurse.
Neben den Firmenpleiten ist auch die Zahl der Privatinsolvenzen gesunken. Ihre Zahl ist um 19,9 Prozent auf 5.563 zurückgegangen. Nach Einschätzung von Creditreform ist das aber die Ruhe vor dem Sturm: Seit 1. November gelten neue Regelungen im Privatkonkursrecht, die schuldnerfreundlicher sind als zuvor. So liegt die Vermutung nahe, dass viele überschuldete Privatmenschen das neue Gesetz abgewartet haben. Für 2018 rechnet Creditreform daher mit bis zu 15.000 privaten Insolvenzen.