Übernahmespekulationen: Allianz erwägt Kauf von Euler Hermes
Die Allianz denkt angeblich darüber nach, den Kreditversicherer Euler Hermes zu übernehmen. Der Schritt dahin wäre nicht mehr allzu groß: Der Münchner Konzern hält bereits 63,9 Prozent der Anteile. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, spreche der Versicherer nun mit Beratern über den Kauf der restlichen Papiere.
Falls es tatsächlich zu einem Deal kommt, wird er den Versicherer rund 1,5 Milliarden Euro kosten. Allerdings sei noch keine Entscheidung gefallen – weder der Sprecher von der Allianz noch von Euler Hermes wollen die Meldung kommentieren.
Die Investoren sehen den möglichen Deal durchaus positiv: Der Kurs der Euler-Hermes-Aktien hatte nach dem Bekanntwerden der Überlegungen einen deutlichen Sprung gemacht. GFL-Geschäftsstellenleiter Fabian Sarafin gibt sich ebenfalls optimistisch: „Dadurch würden sicher ganz neue Synergien geschaffen und die Struktur massiv verändert werden.“
Wie das Handelsblatt schreibt, könne die Allianz die Übernahme durchführen, ohne den laufenden Aktienrückkauf dafür abbrechen zu müssen. Auch die Ausschüttung von drei Millliarden Euro für Übernahmen an die Aktionäre würden einer Großakquisition nicht im Weg stehen.
Bereits im Februar hatte Vorstandschef Oliver Bäte verlauten lassen, dass das Ausschüttungsprogramm kein Hindernis für große Übernahmen sei. Sofern es Gelegenheiten gebe, wolle die Allianz sie nutzen, und zwar vornehmlich in der Sachversicherung, zitiert ihn das Handelsblatt.
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