Die Zeiten restriktiver Kreditvergaben scheinen vorbei zu sein. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) kürzlich meldete, haben die Banken der Eurozone im Januar 2,3 Prozent mehr Kredite vergeben als im Vorjahreszeitraum. Neben den extrem niedrigen Zinsen hätten die Geschäftsbanken auch ihre Bedingungen für die Kreditvergabe gelockert.

Zudem macht die EZB den Kauf von Staatsanleihen für Banken unattraktiv, so dass diese mehr Darlehen vergeben. Ob auch der Minuszins von aktuell 0,4 Prozent die verstärkte Kreditvergabe angeregt hat, gilt als umstritten.

Mit der Geldflut der EZB steigt auch die Geldmenge in der Euro-Zone an. Die Geldmenge M3, zu der Bargeld, kurzfristige Geldmarktpapiere oder Einlagen auf Girokonten zählen, habe im Januar um 4,9 Prozent zugenommen, berichtet das Handelsblatt. Experten haben mit 4,8 Prozent gerechnet. Der Anstieg der Geldmenge erhöht die Inflationsgefahr.

Von den weniger strengen Auflagen der Banken profitieren auch Unternehmer, di e ihre Covenants nachverhandeln möchten, so „Der Treasurer“. Angesichts der Finanzierungsalternativen seien Banken diesbezüglich offener als noch vor drei oder vier Jahren, zitiert das Fachmagazin einen namentlich nicht genannten CFO.

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