Vertrauensschadenversicherung: Schutz vor Manipulation
Wie schützt man sich vor Betrug durch Mitarbeitende oder externe Täter? Die Vertrauensschadenversicherung (VSV) fängt genau diese Risiken ab – und ergänzt jede Cyberversicherung sinnvoll.
Deckungen & Leistungen der Vertrauensschadenversicherung
Die Vertrauensschadenversicherung sichert ein Unternehmen gezielt gegen vorsätzlich verursachte Vermögensschäden, die durch eigene Mitarbeitende, externe Vertrauenspersonen oder Dritte entstehen – z. B. per Social Engineering, Fake President, Phishing oder Pharming. Dabei schützt die VSV insbesondere vor:
Eigenschäden: Betrug, Diebstahl, Veruntreuung und Computermissbrauch durch Mitarbeitende oder externe Vertrauenspersonen- Fremdschäden: Schadenersatzforderungen Dritter, die durch das Handeln interner Personen ausgelöst werden – z. B. wenn ein Mitarbeiter einen Dritten täuscht und das Unternehmen hierfür haftet.
- Social-Engineering-Angriffe: Z. B. Fake-President-Fälle und Payment Diversion werden eindeutig von der VSV abgedeckt.
Neben dem direkten Vermögensschaden werden in der Regel auch Schadensermittlungskosten, Rechtsverteidigungskosten und Reputationsschutz-Aufwendungen innerhalb der vereinbarten Versicherungssumme übernommen. Viele Versicherer bieten zudem optionale Bausteine wie Rückwärtsdeckungen, psychologische Beratung für betroffene Mitarbeitende oder Schutz für Home-Office-Szenarien und Zeitarbeitskräfte an . Die VSV ist damit kompakt modular aufgebaut und kann passgenau an die individuellen Unternehmensrisiken angepasst werden.
Die Vertrauensschadenversicherung ist die einzige Versicherung, die menschliche Täuschung, Betrug und Manipulation absichert – unabhängig vom IT-System.
Innentäter: Das unterschätzte Risiko
Viele Unternehmen glauben, ihre Mitarbeitenden gut zu kennen. Die Realität sieht anders aus.
Die meisten Delikte stammen von langjährigen Mitarbeitenden – oft mit vollem Systemzugang und detailliertem Prozesswissen.
Beispiel: Eine städtische Mitarbeiterin schleuste über Jahre Gelder über fiktive Zahlungsempfänger auf ihr eigenes Konto. Schaden: über 1 Million Euro.
Außentäter: Neue Betrugsformen, neue Bedrohung
Neben internen Tätern nehmen externe Betrugsversuche stark zu. Die gängigsten Methoden:
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Bestellerbetrug: Ein angeblicher Kunde bestellt Ware und lässt sie an ein gefälschtes Lager liefern. -
Fake President: Der CEO wird täuschend echt imitiert – per Deepfake, Mail oder Anruf.
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Payment Diversion: Einfache Änderung von IBANs – Geld landet beim Täter.
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Lieferantenbetrug: Vorkasse geleistet, Ware nie erhalten.
Fazit & Empfehlung
Menschliche Risiken sind ebenso gefährlich wie technische. Die Vertrauensschadenversicherung ist die logische Ergänzung zur Cyberversicherung – und oft entscheidend bei Social Engineering oder Täuschung.
Fabian Sarafin fasst es treffend zusammen: „Social Engineering nutzt keine technischen Schwachstellen – es nutzt menschliches Vertrauen. Betrüger geben sich als CEO oder CFO aus, treten überzeugend auf, bauen gezielt Nähe auf. Und irgendwann fließt Geld. Aber das Gegenüber war nie der Chef – sondern ein sehr gut vorbereiteter Angreifer. Und genau deshalb gilt: Vertrauen lässt sich nicht digital absichern.“
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