Wer international verkauft, kennt das Problem: Der Primärversicherer bewertet einen wichtigen Kunden als zu riskant – oder deckt ihn nur mit reduzierter Summe ab. Genau hier setzt die Layer-Lösung von Credendo an: eine gezielte Zusatzdeckung, mit der Unternehmen Verkaufspotenziale in schwierigen Märkten ausschöpfen können, ohne ihr Ausfallrisiko unkontrolliert zu erhöhen.

Was ist die Layer-Lösung von Credendo?

Die Layer-Lösung des Anbieters Credendo ist eine policenbasierte Zusatzkapazität, die oberhalb der bestehenden Warenkreditversicherung liegt. Der Kerngedanke:

  • Mehr Deckung pro Kunde: Der Primärversicherer bewilligt nur ein begrenztes Kreditlimit – die Layer-Police erhöht die abgesicherte Summe für genau diesen Debitor.
  • Deckung auch bei Ablehnung: Wird ein Kunde vom Primärversicherer gar nicht gedeckt, kann die Layer-Lösung eine Deckung ab dem ersten Euro („ground-up”) übernehmen.
  • Fallweise Bewertung: Jeder Debitor wird einzeln bewertet – ein maßgeschneiderter Ansatz statt Einheitsdeckung.

Damit adressiert die Layer-Lösung die häufigste Schwachstelle klassischer Kreditversicherungsprogramme: Deckungslücken bei einzelnen, strategisch wichtigen Abnehmern – insbesondere in Märkten mit begrenzter Versicherungskapazität.

So wirkt die Layer-Lösung in der Praxis

Die Layer-Lösung von Credendo – Trade Credit Insurance ist als flexibilitätsorientierte Zusatzpolice konzipiert, die genau dort eingreift, wo das Standardprogramm nicht weiterkommt. Die typische Anwendung sieht so aus:

  1. Analyse: Gemeinsam mit dem Versicherer wird geprüft, bei welchen Debitoren eine Deckungslücke besteht – etwa weil der Primärversicherer das Kreditlimit gekappt oder den Kunden abgelehnt hat.
  2. Fallweise Deckung: Credendo bewertet den konkreten Debitor individuell und stellt darüber hinausgehend Deckung bereit – als zusätzliche Schicht über dem bestehenden Limit oder als komplette Ground-up-Deckung.
  3. Schnelle Nutzung von Marktchancen: Weil die Bewertung kundenspezifisch erfolgt, kann die Zusatzdeckung auch kurzfristig bereitgestellt werden – etwa wenn sich die wirtschaftliche Lage eines Landes verbessert und neue Geschäftschancen entstehen.

Besonders wertvoll wird das in Märkten mit hoher Dynamik: Wer liefern kann, während andere noch auf Versicherungsschutz warten, sichert sich Marktanteile, bevor der Wettbewerb reagiert. Hinzu kommt die Marktkenntnis des Versicherers: Die Risikoeinschätzung des Versicherers und des eigenen Kreditmanagements ergänzen sich, statt sich zu widersprechen. Wenn beide Seiten einen Kunden als versicherbar bewerten, können Verkaufschancen ohne Reibungsverluste umgesetzt werden.

Layer-Lösung vs. Top-up-Lösung: Der Unterschied

Credendo bietet zwei unterschiedliche Wege zu mehr Kreditversicherungskapazität – die leicht verwechselt werden:

Layer-Lösung (Trade Credit Insurance) Top-up-Lösung (Guarantees & Speciality Risks)
Ansatz Selektiv, maßgeschneidert, fallweise Automatisch, formelbasiert
Wann? Für spezifische Kunden, bei denen zusätzliche Kapazität nötig ist – auch bei kompletter Ablehnung durch den Primärversicherer Auf bestehenden, vom Primärversicherer bewilligten Kreditlimits
Umfang Individuell je Debitor Kann bewilligte Limits verdoppeln – mit „Top-up Prime” sogar darüber hinaus
Kündigung Fallweise Vereinbarung Automatische Deckung, nicht kündbar durch Credendo
Administration Individuelle Prüfung Minimal – nahtlose Integration ins bestehende Programm, keine Neuverhandlung mit dem Primärversicherer

 

In der Praxis lassen sich Top-up- und Layer-Lösung ergänzen. Kombiniert überbrücken sie Kapazitätsgaps und schaffen einen umfassenderen Risikominderungsrahmen – ein Modell, das bereits erfolgreich umgesetzt wurde.

Für wen eignet sich eine Layer-Lösung?

Die Layer-Lösung lohnt sich besonders für Exporteure und internationale Händler, wenn:

  1. Kreditlimits knapp sind – der Primärversicherer bewilligt weniger Deckung, als der Kunde an Abnahmevolumen hat.
  2. Kunden vollständig abgelehnt werden – etwa in Fronteirmärkten mit begrenzter Versicherungskapazität.
  3. Wachstumsmärkte mit hohen Risiken erschlossen werden sollen (Lateinamerika, Afrika, Teile Asiens).
  4. Steigende Rohstoff- und Energiepreise Input- und Verkaufspreise – und damit das Forderungsausfallrisiko – in die Höhe treiben.
  5. Risikokonzentration bei wenigen Großkunden besteht (Distributoren, Importeure, Key Accounts).

Fazit:

Sprechen Sie uns gerne an, damit wir gemeinsam Ihre Verkaufschancen in schwierigen Märkten umsetzen können.