Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland steigt weiter – und mit ihr das Risiko für Unternehmen, auf offenen Forderungen sitzen zu bleiben. Doch wie können Sie sich absichern? Und was tun, wenn der Erstversicherer nicht den vollen Schutz bietet? Ein Überblick über die aktuelle Lage und praktische Lösungen.

Aktuelle Insolvenzentwicklung: Die Risiken steigen

Deutschland befindet sich seit 2023 in einer anhaltenden Rezession, wobei mehrere Faktoren die Wirtschaft gleichzeitig belasten. Hohe Inflation und Zinsen dämpfen die Investitionen, während die Energiepreise auf hohem Niveau verharren. Geopolitische Unsicherheiten belasten zudem die Lieferketten, und der globale Nachfragerückgang, insbesondere aus China, verschärft die Lage weiter.

Besonders betroffen sind Branchen wie die Automobilindustrie und deren Zulieferer, die mit hohen Investitionskosten für die Transformation zur Elektromobilität, Produktionsrückgängen und unsicheren Abnahmeverträgen kämpfen. Die Stahl- und Metallindustrie leidet unter hohen Energiepreisen, Billigimporten aus China und den Kosten für „grünen Stahl“. In der Bauwirtschaft prägen rückläufige Umsätze, steigende Finanzierungskosten und verschobene Projekte das Bild. Selbst bisher stabile Branchen wie Pharma, Chemie oder Lebensmittel spüren die Auswirkungen.

Laut einem Artikel der ZEIT wurden im April 2026 1.776 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften registriert – ein Anstieg von drei Prozent gegenüber dem März und zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist der höchste Stand seit 20 Jahren.

Frühwarnsignale: Wann Handlungsbedarf besteht

Finanzielle Schieflagen kündigen sich oft durch klare Anzeichen an. So deuten Umsatzrückgänge und Verluste, eine steigende Verschuldung oder das Nichteinhalten von Covenants auf mögliche Probleme hin. Auch Wechsel in der Geschäftsführung, eine hohe Managementfluktuation, verzögerte Audits oder ausbleibende Liquiditätspläne sind Warnsignale, die nicht ignoriert werden sollten.

Absicherung: Kreditversicherung und On-Top-Limits als Lösung

In Zeiten steigender Insolvenzen und Forderungsausfälle sind Kreditversicherungen ein zentrales Instrument, um offene Forderungen abzusichern. Doch was, wenn der Erstversicherer den gewünschten Limitbetrag nicht vollständig absichert, sondern nur eine Teilentscheidung trifft?GFL-Geschäftsführer Marcus Sarafin im Gespräch

Hier kann ein Top-Up-Limit Abhilfe schaffen. Dieses bietet zwei Möglichkeiten: Entweder wird das Top-Up-Limit beim Erstversicherer mit einem anderen Prämiensatz angerechnet, oder es wird bei einem Drittanbieter platziert, sodass zwei separate Verträge bei verschiedenen Anbietern die restliche Forderung abdecken.

Die Experten der GFL unterstützen Sie dabei, Ihr Portfolio zu analysieren und die passende Lösung für Ihre Teilentscheidung zu finden. Dank langjähriger Kontakte zu verschiedenen Anbietern und Kenntnis der individuellen Preisgestaltungen finden wir die optimale Absicherung für Sie.

 

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