Cyberangriffe können Unternehmen lahmlegen – und bei Factoring-Nutzung sofort massive Liquiditätsprobleme auslösen. Warum Unternehmen dieses Risiko frühzeitig mitdenken sollten.

Factoring sichert Liquidität – kann im Krisenfall aber zum Risiko werden

Viele Unternehmen setzen auf Factoring, um ihre Liquidität zu stabilisieren, Zahlungsziele zu überbrücken und ihre Finanzierung auf ein verlässliches Fundament zu stellen. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ist Factoring für viele Unternehmen ein wichtiger Bestandteil der Finanzierungsstrategie.

Doch genau hier liegt ein Risiko, das in der Praxis häufig unterschätzt wird: Kommt es zu einem Cyberangriff, kann Factoring die Auswirkungen auf die Liquidität sogar noch verschärfen. Dieses Risiko thematisiert auch „Der Treasurer“ in einem aktuellen Artikel.

„Sofern der Factor Forderungen ankauft, die aus betrügerischen Handlungen resultieren, wird es sehr problematisch, denn Inkasso und weitere Maßnahmen laufen ins Leere“, erklärt GFL-Experte Fabian Sarafin. „In der Regel werden die Forderungen dann an den Kunden zurückgegeben, was sich direkt auf den Factoringvertrag und die Liquidität auswirkt, die der Kunde aus dem Factoring erhält.“

Geschäftsführerhaftung: Ein oft unterschätztes Risiko

Ein weiterer Punkt, den Unternehmen keinesfalls unterschätzen sollten, ist die mögliche persönliche Haftung der Geschäftsführung. „In vielen Factoringverträgen ist für diese Fälle eine Haftung der Geschäftsführer vereinbart ist, die dann im Worst-Case greifen könnte“, warnt Fabian Sarafin.

Das macht deutlich: Ein Cybervorfall kann nicht nur das Unternehmen wirtschaftlich treffen, sondern auch für die Unternehmensleitung erhebliche Konsequenzen haben.

Betrugsfälle und Cybervorfälle können Factoring unmittelbar belasten

Aus Sicht der GFL – Gesellschaften für Liquidität ist das daher ein Thema, das Unternehmen deutlich stärker in ihre Finanzierungs- und Risikoplanung einbeziehen sollten. „Wir sehen in der Praxis immer wieder, dass dies zu Liquiditätsengpässen beim Kunden führt und Unternehmen nachhaltig in Schieflage bringen kann.“

Schließlich ist Factoring weit mehr als nur ein Instrument zur kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung. Es ist häufig ein zentraler Baustein der laufenden Unternehmensfinanzierung – und genau deshalb müssen auch die Risiken, die aus IT-Ausfällen, Cyberangriffen oder Betrugsfällen entstehen, frühzeitig mitgedacht werden.

Die GFL unterstützt Unternehmen nicht nur dabei, passende Factoring- und Finanzierungslösungen zu strukturieren, sondern auch dabei, die damit verbundenen Risiken realistisch zu bewerten. Gerade in volatilen Marktphasen ist es entscheidend, dass Unternehmen ihre Liquidität nicht nur effizient, sondern auch krisenfest aufstellen.

„Es gibt am Markt keine Deckungsmöglichkeiten für die Factoring-Gesellschaften, also müssen die Kunden hier selbst vorsorgen“, so Sarafin.

Genau hier setzt die Beratungsperspektive der GFL an: Finanzierung darf nicht isoliert betrachtet werden, sondern muss immer auch unter dem Gesichtspunkt von Resilienz, Prozesssicherheit und Krisenfähigkeit bewertet werden.

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