Schlechte Nachrichten für Arbeitgeber und -nehmer: Die Rentenbeiträge werden in den kommenden Jahren wahrscheinlich stark steigen. Das berichtet das Focus Magazin. Grund sind die Rentenerhöhungen von 2020, die auf sinkende Beitragseinnahmen durch die Krise treffen.

Die letzte Rentenerhöhung kam eigentlich zu einer Unzeit: Im Juli 2020 – also mitten in der Pandemie – gab es im Westen ein Plus von 3,45, im Osten von 4,2 Prozent. Der Grund: Das Rentenniveau errechnet sich aus dem Einkommensniveau des Vorjahres. Und da die Wirtschaft 2019 noch brummte, die Löhne aufgrund des Fachkräftemangels stiegen, wurde die Rente ebenfalls angepasst.

Das wäre eigentlich kein Problem, wenn es nicht die staatliche Rentengarantie gebe. Denn eigentlich könnten die Renten ja dieses Jahr nach unten angepasst werden – schließlich sind die Einkommen durch die Kurzarbeit stark gesunken. Rein rechnerisch müsste es dieses Jahr ein Minus von 3,25 Prozent geben. Das verhindert jedoch die staatliche Rentengarantie. Salopp formuliert, besagt sie: Rauf ist’s jederzeit möglich, runter nicht. Das schlimmste, was den 18,4 Millionen deutschen Altersrentnern passieren kann, ist eine Nullrunde.

Das führt aktuell dazu, dass in der Rentenkasse ein großes Loch klafft zwischen den Beitragseinnahmen und den monatlichen Auszahlungen. Laut dem Rentenversicherungsbericht 2020 wird der Beitragssatz bis zum Jahr 2026 von aktuell 18,6 Prozent auf 20 Prozent klettern. Und das wird vermutlich nicht ausreichen. Der Focus zitiert einen Experten des Instituts für Wirtschaft (IW), der damit rechnet, dass auch der Bundeszuschuss an die Rentenversicherung in Zukunft steigen wird. Dieser speist sich natürlich aus Steuergeld, von dem bereits heute rund 100 Milliarden Euro jährlich in die Finanzierung der Rente fließt.

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